www.diewohnungmussweg.de – hat jemand Erfahrungen?

21. Oktober 2008

In den Gesprächen mit den Käufern von Schrottimmobilien höre ich immer wieder, dass die Wohnung nun endlich weg soll. Fast egal zu welchem Preis. In Bremerhaven gehen Wohnungen mittlerweile auch mal für 1000 Euro weg, wenn sie zwangsversteigert werden. Ein ehemaliger Eigentümer erzählte gar, er habe seine Wiohnung für 100 Euro Aufwandsentschädigung abgegeben, nur um sie loszuwerden.

Da fällt mir die Google-Anzeige aud, die für die Webseite www.diewohnungmussweg.de wirbt. Ich habe gleich mal nachgesehen. Offensichtlich macht man sich dort den Frust der Leute zur Geschäftsgrundlage. Hat jemand Erfahrungen damit? Die Seite kommt doch etwas spartanisch rüber…

Es kann tatsächlich ein sehr lohnenswertes Geschäft sein, den genervten Eigentümern ihre Wohnungen für ein Trinkgeld abzukaufen. Wie heißt es doch so schön: Im Einkauf liegt der Gewinn – oder wie bei vielen unserer Leser: Im Einkauf liegt der Verlust, der nicht enden will.

Verwandte Artikel

2 Reaktionen

  1. Sylvia Russ Juni 23rd, 2009 at 19:17

    Anfang der 90er-Jahre bin ich auch einem Versicherungsvertreter aufgesessen, der mir dann eine Schrottimmobilie vermittelt hat. Damals war die Württembergische Handelsbank in Stuttgart mein Kreditgeber. Die Wohnung war eine ehemalige Sozialwohnung in der Nähe von Köln. Diese Wohnungen wurden für ca. 2000,- DM pro qm verkauft.
    Mein Kreditvolumen betrug sich auf ca. 240.000,- DM, die Wohnung selber konnte ich für 90.000,- DM an die Mieter verkaufen. Nach Jahren noch suchte ich ebenfalls Geschädigte, keiner wollte sich die Blöse geben, und zahlen wahrscheinlich heute ihre Schulden noch ab.
    Ich habe seinerzeit Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Stuttgart erstattet.
    Gerne hätte ich Kontakt zu Gleichgesinnten, da ich trotzdem einen Ablösekredit aufnehmen musste, um aus dieser Sache wieder rauszukommen.

  2. admin Juli 2nd, 2009 at 16:19

    Gibt es noch Protokolle von Wohnungseigentümer-Versammlungen? Wenn ja, würde ich die anderen Eigentümer kontaktieren und nachfragen, ob diese auch über die Württembergische Handelsbank finanziert haben und beim gleichen Vermittler gekauft haben.

    Es gibt da einige Punkte, die geklärt werden müssen, bevor man hier weitermachen kann. Anfang der 90er ist schon so lange her, dass wahrscheinlich sämtliche Verjährungsfristen abgelaufen sind, es sei denn, dass Sie erst in den letzten Jahren bemerkt haben, welchem Geschäft Sie da wirklich aufgesessen sind.

    Rufen Sie mich einfach mal an, ich gebe zwar keine Rechtsberatung, aber vielleicht kann ich ein paar Tipps geben. Meine Nummer finden sie im Impressum.

    Beste Grüße, Burgdorf

Schreiben Sie einen Kommentar

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes

Bad Behavior has blocked 101 access attempts in the last 7 days.