Unterdrückung unbequemer Wahrheiten: Verlinkung auf MDR Beitrag über Leipziger Immobeitrag soll entfernt werden

6. Mai 2009

Den heutigen Abend habe ich mit der Nachrecherche eines MDR-Beitrages verbracht. Denn die Verlinkung auf den Beitrag bei Youtube und die Nennung der in dem Beitrag erwähnten Leipziger Firmen, hat mir zwei Aufforderungen zur Gegendarstellung sowie die Abgabe zweier Unterlassungserklärungen eingebracht. Verleumderisch und geschäftsschädigend sei die Nennung der Firmen, die im Beitrag des MDR gezeigt wurden. Beide Firmen wären an dem Immobiliengeschäft mit dem Geschädigten nicht beteiligt gewesen.

Da es ja – rein theoretisch – möglich sein könnte, dass sich in den Beitrag des MDR ein Fehler eingeschlichen haben könnte, habe ich den Beitrag zunächst entfernt und selbst nachrecherchiert. Und siehe da, im Internet findet sich das Exposé des Hauses in der Wiederitzscher Straße 17 in Leipzig und im Exposé steht doch dummerweise eine der beiden Firmen hinten als Partner drin.

Der im Beitrag des MDR auftretende Immobilienkäufer war zum Glück zu erreichen und bestätigte mir, dass beide Firmen tatsächlich am Geschäft beteiligt waren. Beweise dafür liegen vor. Auch das im Beitrag gezeigte Haus mit den Firmenschildern wird zurecht gezeigt, denn dort fand das Verkaufsgespräch in den Räumen der jetzt ihre Anwälte schickenden Firmen statt. Das bestätigte mir heute der Immobilienkäufer. Er berichtete auch, dass der Geschäftsführer eines der Unternehmen, sich wie ein Blitz entfernte, als die Kamera des MDR auftauchte. Als Unbeteiligter hätte er sicher eher das Gespräch gesucht, statt zu flüchten, aber das ist natürlich nur eine Vermutung, die keine Wertung enthalten soll.

Also kommt der Link auf den Beitrag des MDR wieder rein, denn die Aufklärung der Verbraucher über die stark angestiegenen Geschäfte mit Wohnungen in Leipzig und die Art und Weise, wie die Käufer zum Kauf verleitet werden, hat Vorrang. Hätte sich die Behauptung der Leipziger Rechtsanwälte der beiden im Beitrag gezeigten Firmen als richtig erwiesen, wäre der Videobeitrag dauerhaft gelöscht worden, denn es liegt uns fern, Unbeteiligte zu nennen.

Und so hätte ich die Mails der Rechtsanwälte vielleicht auch da lassen sollen, wo sie einsortiert wurden: im Spam-Ordner.

Disclaimer:
Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass es eine Definition für den Begriff “Schrottimmobilien” auf dieser Seite gibt und auch der Begriff “Immobilienbetrug” nicht im Zusammenhang mit dem hier dargestellten Fall steht. Über die Methoden, die zum Kauf der Wohnung führten und das nachgelagerte Verhalten beim Rücktritt des Käufers mag sich jeder seine eigene Meinung bilden.

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3 Reaktionen

  1. Lehmann Juni 22nd, 2009 at 20:14

    Wir wurden auf eine ähnliche Weise von der Firma MCL Immobilien in Dresden gelockt. Konnten aber dank dieser Seite noch reichtzeitigt den Absprung schaffen.
    Deshalb noch mal danke für die Aufklärung hier
    LG A.Lehmann

  2. Markus Juni 23rd, 2009 at 09:05

    Es freut mich, dass ich Sie davor bewahren konnte, den Fehler Ihres Lebens zu machen. Ich kenne viele Fälle, wo im perfiden Zusammenspiel Bank/Vermittler/Verkäufer Existenzen zerstört wurden und die Geschädigten schlechter gestellt sind, als die Profiteure dieser Masche.

  3. Martin November 12th, 2009 at 19:32

    Hallo,

    ich habe auf ähliche Weise über die Firma FZN (Finanazzentrum Nürnberg) eine Wohnung in Leipzig gekauft.

    Wer hat noch eine Leipziger Wohnung über dieses “Finanazzentrum” gekauft?

    Bitte melden zwecks Erfahrungsaustausch.

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